Diese Fallstudie zeigt, wie ein südostasiatisches Energieunternehmen von der tabellenbasierten KPI-Überwachung zu einem vernetzten System vertikal kaskadierter und horizontal ausgerichteter Strategie-, Risiko- und Stakeholder-Scorecards mit BSC Designer übergeht.

Unternehmensprofil: Ein Integriertes Kohlebergbauunternehmen
Das Unternehmen ist eine börsennotierte regionale Gruppe, die entlang der gesamten Kohlewertschöpfungskette tätig ist – vom Abbau und der Verarbeitung bis hin zu Logistik- und Energiedienstleistungen. Es investiert zudem in erneuerbare und zukunftsorientierte Energietechnologien.
In den letzten Jahren erzielte das Unternehmen einen Jahresumsatz von rund 3,0 Milliarden USD und beschäftigt etwa 1.800–2.000 Mitarbeitende in Südostasien sowie in ausgewählten internationalen Niederlassungen. Zu den Aktivitäten zählen mehrere Tagebau-Kohleminen, Kohleterminals, Verladeanlagen für Schiffe und unterstützende Infrastrukturen in wichtigen Bergbauregionen. Das Unternehmen spielt eine bedeutende Rolle bei der regionalen Stromerzeugung und in Exportlieferketten.
In Anbetracht dieser Größenordnung haben strategische Entscheidungen zu Produktion, Logistik, Sicherheit und Nachhaltigkeit direkte Auswirkungen auf:
- Nationale Energiesicherheit – Sicherstellung einer stabilen Kohleversorgung für inländische Kraftwerke und industrielle Nutzer.
- Regierung und Regulierungsbehörden – Einhaltung von Bergbau-, Sicherheits- und Umweltauflagen auf nationaler und regionaler Ebene.
- Gemeinschaften rund um die Minenstandorte – Steuerung der Auswirkungen auf Land, Wasser, Infrastruktur und Lebensgrundlagen.
- Mitarbeitende und Auftragnehmer – Bereitstellung sicherer Arbeitsbedingungen und klarer Leistungserwartungen.
- Aktionäre und Kreditgeber – Aufrechterhaltung der Rentabilität und einer widerstandsfähigen langfristigen Strategie in einem volatilen Rohstoffmarkt.
Geschäftskontext & Herausforderungen bei der Strategieumsetzung
Das Unternehmen verfügt über ein Digital Transformation Team, das interne Teams mit externen Lösungen verbindet, sowie ein Enterprise Risk and Performance Management Team, das für strategische KPIs und die Überwachung von Risiken verantwortlich ist. Gemeinsam suchen sie nach einer strukturierteren und besser vernetzten Methode, die Strategieumsetzung über mehrere Geschäftseinheiten hinweg zu steuern.
Vor der Zusammenarbeit mit BSC Designer wurden die meisten strategischen KPIs vierteljährlich mithilfe von Tabellenkalkulationen überwacht. Dies führte zu mehreren praktischen und strategischen Herausforderungen:
- Fragmentierte KPI-Verantwortlichkeit – Jede Einheit pflegte ihre eigenen Dateien, was es erschwerte, Kennzahlen aus den Bereichen Konzern, Bergbau, Logistik, HSE und Nachhaltigkeit zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenzuführen.
- Schwache strategische Kaskadierung – Unternehmensziele wurden zwar definiert, jedoch war die Übersetzung in klare KPIs und Zielwerte für jede Geschäftseinheit und Funktion nicht systematisch.
- Begrenzte horizontale Ausrichtung – Querschnittsthemen wie Risikomanagement, HSE (Health, Safety & Environment) und Stakeholder-Einbindung ließen sich nur schwer mit operativen Scorecards und echten KPIs verknüpfen.
- Hohe Belastung durch Dateneingabe – Verantwortliche (PICs) in jeder Einheit waren mit Excel vertrauter und empfanden Webanwendungen als aufwendig, insbesondere wenn diese komplexe Formulare oder viele Klicks erforderten.
- Steigende Anforderungen an Risiko und Nachweise – Neue Vorschriften und der Druck von Stakeholdern verlangten nach belegbaren Leistungskennzahlen, insbesondere für sicherheits-, umwelt- und risikobezogene Indikatoren.
Wie Gemeinsame KPIs Verwalten?
Während der ersten Analyse und strategischen Bewertung mit dem Unternehmen war eine der wichtigsten Fragestellungen, wie gemeinsame KPIs sinnvoll und transparent bleiben können, wenn mehrere Teams zum selben Frühindikator beitragen:
Wenn zwei Funktionen einen KPI gemeinsam nutzen, möchten wir, dass das Dashboard zeigt, wie jeder zum Endergebnis beiträgt, und nicht nur eine einzelne Zahl auf Unternehmensebene.
Dies verdeutlichte die zentrale strategische Herausforderung: Das Unternehmen benötigte ein Modell, das sowohl die vertikale Ausrichtung (Unternehmen → Geschäftseinheiten → Betrieb) als auch die horizontale Ausrichtung (Risiko, HSE, Nachhaltigkeit, Stakeholder-Beziehungen) ermöglicht – und dabei eine klare und nachvollziehbare Datenverantwortlichkeit beibehält.
Implementierungsansatz: Scorecards, Risiken und Stakeholder verknüpfen
Die Implementierung begann mit einer engen Zusammenarbeit zwischen dem Team für digitale Transformation und dem Team für Enterprise Risk und Performance Management. Das Ziel war es, eine einheitliche Architektur verbundener Scorecards zu schaffen, die später auf andere Geschäftseinheiten ausgeweitet werden konnte.
Die architektonische Lösung basiert auf kaskadierten und verbundenen Scorecards, die reale Organisationsbereiche und strategische Themen widerspiegeln:
- Corporate Strategy Scorecard – Erfassung von übergeordneten Zielen rund um Rentabilität, Wachstum, Nachhaltigkeit und operative Exzellenz.
- Mining Business Scorecard – Übertragung der Unternehmensziele auf Produktions-, Produktivitäts- und Sicherheits-KPIs auf Minenebene.
- Sustainability & Risk Management Scorecard – Integration von Umwelt-, Sozial- und Governance-Zielen (ESG) mit Risikominderungsplänen.
- Health, Safety & Environment (HSE) Scorecard – Nachverfolgung von Sicherheitsvorfällen, Grubenbedingungen und kritischen Kontrollen an allen Standorten.
- Stakeholder Analyse Scorecard – Abbildung von Stakeholdern wie Regulierungsbehörden, nationalen Katastrophenschutzbehörden und lokalen Gemeinschaften sowie Nachverfolgung des für jeden erbrachten Mehrwerts.
- Risk Event Scorecards – Risk Event Scorecards für spezifische Risiken (z. B. Grubenüberflutung oder Schäden an Förderstraßen), um Ursachen, Konsequenzen, Kontrollen und Minderungsmaßnahmen direkt mit den übergeordneten strategischen Zielen des Unternehmens abzustimmen.
Integrierte Risikoanalyse
Dieses Modell unterstützt auf natürliche Weise sowohl die vertikale als auch die horizontale Ausrichtung. Zum Beispiel ist die Scorecard für das Risiko der Überflutung der Grube verbunden mit:
- der Scorecard für Nachhaltigkeit & Risikomanagement (Risikominderung),
- der HSE Scorecard (kritische Kontrollen),
- und der Stakeholder Scorecard (Auswirkung auf Behörden und Gemeinschaften).
Gleichzeitig kaskadieren relevante KPIs vertikal von der Unternehmensstrategie in operative Scorecards und stellen so die Ausrichtung strategischer und funktionaler Prioritäten sicher.

Um das Problem geteilter KPIs zu lösen, verwendet BSC Designer Datenverknüpfungen anstelle von duplizierten Daten. Zum Beispiel kann ein in der HSE Scorecard gepflegter Sicherheits-KPI in der Mining Business Scorecard und der Corporate Scorecard wiederverwendet werden – eine einzige verlässliche Datenquelle bleibt erhalten, während funktionale Beiträge sichtbar gemacht werden.
Wie die Dateneingabe für KPIs automatisiert wurde
Die Teams äußerten ebenfalls Bedenken bezüglich der Dateneingabe und bevorzugten Excel für die tägliche Arbeit. Um dies zu unterstützen, führte BSC Designer Folgendes ein:
- Excel-basierte Indikator-Vorlagen – Einheiten können Quartalsdaten ausfüllen und ohne erneutes Mapping importieren.
- Rollen-spezifische Schnittstellen – Verantwortliche sehen nur die Felder, die sie aktualisieren müssen (Werte, Kommentare, Nachweise).
- Genehmigungs-Workflows – Sicherstellen, dass eingereichte Daten geprüft werden, bevor sie die offiziellen Dashboards beeinflussen.
- Verbindungen zu internen Datenbanken – Automatisierung der Datenabfrage, wenn Indikatoren bereits in internen Systemen existieren.
Trainieren Sie den Trainer
Ein entscheidender Erfolgsfaktor bei der Implementierung war die Stärkung der internen Fähigkeiten. Die strategische Herausforderung war erheblich: Die Vereinheitlichung von Unternehmenszielen, operativen KPIs, Risikoereignissen und Stakeholder-Erwartungen zu einem kohärenten, ausgerichteten System. Dies erforderte gemeinsames Verständnis, keine technische Anleitung.
Zur Unterstützung dessen ermöglichte BSC Designer ein Vor-Ort-Trainingsprogramm für Manager sowohl aus dem Digital Transformation Team als auch aus dem Enterprise Risk and Performance Management Team. Das Training konzentrierte sich auf:
- Aufbau einer praxisnahen Strategie-Architektur mit verknüpften Scorecards,
- Definition vertikaler und horizontaler Ausrichtung in realen operativen Begriffen,
- Gestaltung von KPIs mit Evidenzmodellen und klarer Verantwortlichkeit,
- Verknüpfung von Risikoereignissen und Stakeholder-Erwartungen mit strategischen Themen,
- Nutzung von KI-gestützten Erkenntnissen aus umfangreichen, vielschichtigen Scorecards während Strategie-Reviews,
- Entwicklung interner Trainer, die die zukünftige Erweiterung des Systems unterstützen können.
Dieser Ansatz stellte sicher, dass interne Teams die Kompetenz erlangten, das System zur Strategieumsetzung zu verwalten, zu erweitern und kontinuierlich zu verbessern – auch lange nach der Implementierung.
Ergebnisse: Schnellere Berichterstattung, Risiko-bewusste KPIs, Größeres Vertrauen der Stakeholder
Das Unternehmen hat begonnen, von einer tabellenbasierten Berichterstattung auf ein integriertes Strategie-Umsetzungssystem umzustellen. Bereits in dieser Phase sind mehrere Verbesserungen deutlich erkennbar:
1. Klarere vertikale und horizontale Ausrichtung. Transparenz entsteht nicht nur dadurch, dass Scorecards nach realen Einheiten benannt werden, sondern auch durch die sichtbaren Verknüpfungen zwischen Zielen, KPIs, Risiken und Stakeholdern – sowohl in den Daten als auch im Kontext.
2. Risiko- und Stakeholder-Aspekte in der Strategie verankert. Risikoereignis-Scorecards fließen nun in die Stakeholder-Analyse und HSE-Kennzahlen ein, wodurch operative Risiken in strategischen Reviews sichtbar werden.
3. Effizientere Berichtszyklen. PICs können Excel, strukturierte Workflows und automatisierte Datenfeeds nutzen, um Reibungsverluste zu verringern und gleichzeitig die Daten-Governance zu stärken. Automatisierte, geplante Berichte liefern konsolidierte Updates direkt an die wichtigsten Stakeholder.
4. KI-gestützte Interpretation. KI in BSC Designer interpretiert Leistungstrends auf Grundlage der gesamten Struktur der realen Scorecards – Ziele, KPIs, Risiken, Initiativen, Nachweise – und nicht nur anhand einzelner Werte oder Eingaben. Dies ermöglicht kontextreiche Erkenntnisse, die generische KI-Chat-Sitzungen nicht liefern können.
- Transparente Kaskadierung – Verbindungen zwischen Einheiten und Funktionen sind sichtbar und schaffen ein gemeinsames Verständnis der Beiträge.
- Integrierte Risiko- und Stakeholder-Sicht – Operative Kontrollen sind direkt mit dem Stakeholder-Wert und dem Risikoexposure verknüpft.
- Weniger Reibung bei der Berichterstattung – Flexible Dateneingabe mit starker Governance sowie automatisierte, geplante Berichte.
- Kompetenzsteigerung – Teams erwerben Fähigkeiten in Strategiearchitektur, KPI-Design und evidenzbasierter Leistungssteuerung.
Wie Kann Eine Organisation Vertikale Und Horizontale Ausrichtung Erreichen?
Organisationen, die ähnliche Ergebnisse anstreben, können einen strukturierten Ansatz verfolgen, um Ausrichtung über Strategie, Betrieb, Risiko und Stakeholder hinweg zu schaffen:
- Klare Strategie-Architektur Erstellen – Entwickeln Sie miteinander verbundene Scorecards, die reale Organisationseinheiten und bereichsübergreifende Themen widerspiegeln.
- Verantwortlichkeiten und Nachweise Klären – Definieren Sie, wer für jeden KPI verantwortlich ist und welche Nachweise eine echte Leistung belegen.
- Risiko- und Stakeholder-Erwartungen Mit Strategie Verknüpfen – Nutzen Sie dedizierte Scorecards, um operative Realitäten mit strategischen Prioritäten zu verbinden.
- In Interne Fähigkeiten Investieren – Statten Sie interne Trainer und Champions aus, um das System zu erhalten und zu skalieren.
- Ausrichtung Mit Technologie Operationalisieren – Aktivieren Sie Kaskadierung, Verknüpfungen, Nachweisvalidierung und KI-gestützte Analyse in einer einzigen Strategie-Umsetzungsplattform wie BSC Designer.
Von der Fallstudie zur Praxis
Erfahren Sie, wie Sie die BSC Designer-Plattform in der Praxis anwenden, um eine robuste Strategiearchitektur aufzubauen, die strategische Ausrichtung sicherzustellen und eine effektive Leistungsüberwachung zu ermöglichen.
Kontaktieren Sie gerne das BSC Designer-Team, um Ihre spezifischen Herausforderungen zu besprechen.

BSC Designer ist eine Software zur Strategieumsetzung, die die Strategieformulierung und -umsetzung durch KPIs, Strategiepläne und Dashboards verbessert. Unser firmeneigenes Strategie-Implementierungssystem leitet Unternehmen bei der praktischen Anwendung der strategischen Planung an.